Tipp Nr.1 - Die Haarwäsche
Waschen Sie Ihre Haare so oft als nötig, jedoch nicht mehr als nötig!
Wählen Sie ein entsprechend Ihrer Haar- und Kopfhautsituation mildes Shampoo.
Die Wassertemperatur sollte nicht mehr als 42 Grad betragen. Das ist der neutrale Wärmepunkt von Haut und Haar.
Über 42 Grad öffnen sich die Hautporen (viele Inhaltsstoffe können so in die Haut gelangen, was bei sehr empfindlicher Haut oft zu Rötungen und auch Juckreiz führen kann). Auch strapaziertes und chemisch behandeltes Haar quillt auf und leidet unnötig.
Nach dem Sie die Haare gut angefeuchtet und das überschüssige Wasser abgestreift haben, nehmen Sie etwas Shampoo und schäumen das Haar gut auf.
Zwischenbemerkung: Eine Kopfhautmassage während der Haarwäsche mag angenehm sein, ist aber nicht unbedingt empfehlenswert. Dabei werden nämlich auch alle Inhaltsstoffe wie z.B.: waschaktive Substanzen, Farbstoffe, Parfume in die Kopfhaut einmassiert. Dies hat natürlich bei empfindlicher Kopfhaut Nachteile.
Sollte das Haar bei der ersten Haarwäsche nicht richtig aufschäumen, so führen Sie eine zweite Haarwäsche durch.
Spülen Sie sehr sorgfältig aus, es dürfen keine Shampooreste im Haar verbleiben.
Frottieren Sie nun das Haar ohne zu rubbeln.
Kämmen Sie vorsichtig mit einem möglichst grobzahnigen Kamm (Afrokamm) das Haar.
Für Langhaarträgerinnen: Achten Sie unbedingt darauf, dass das Haar nicht zu nass ist wenn Sie durchkämmen, reißen sie die Haare nicht beim kämmen. Die so genannten "Wasserstoffbrücken" werden sonst zu weit auseinander gerissen. Beim Trocknen "switchen" sie dann nicht mehr ganz zusammen. Die Folge: Das Haar verliert an Sprungkraft und Elastizität.
Benutzen Sie keine Billigkämme oder Bürsten, diese sind meist aus weniger geeigneten Kunststoffen/Plastik gegossen, oft nicht antistatisch sind und meist auch in den Innenseiten scharfkantige Grate haben. Damit machen Sie Ihre Haare kaputt!
Noch etwas zu den Shampoos:
Ein Shampoo hat die Aufgabe Kopfhaut und Haar schonend und mild zu reinigen, nicht mehr und nicht weniger. Kein Shampoo kann in einem Aufwasch gleichzeitig gut reinigen und pflegen.
Eine wirkungsvolle gute Haar - und Kopfhautpflege muss immer nach einer Haarwäsche durchgeführt werden.
Natürlich ist es ein tolles Verkaufsargument, wenn ein Shampoo Pflege verspricht. Selbst namhafte Hersteller können wohl auf solch ein Argument in der Werbung nicht mehr verzichten. Lassen Sie sich aber bitte nicht ins Bockshorn jagen. Pflege heißt oft nur "nichts drin was sonderlich strapaziert" Aber aufgepasst! Es gibt Shampoos, die Silikone beinhalten. Dies kann problematisch werden. Es gibt wasserlösliche und wasserunlösliche Silikone. Wasserlösliche Silikone stellen kein Problem dar. Silikone sollen Haar schützen, geschmeidig und kämmbar machen. Eine gute Idee. Aber wasserunlösliche Silikone haben die Eigenschaft sich zu addieren. Nach etwa 10 bis 15 Haarwäschen hat sich ein Silikonfilm am Haar aufgebaut, der sich dann nur noch mit speziellen Reinigungsshampoos entfernen lässt. Geschieht dies nicht, so dürfen Sie nicht verwundert sein, wenn Dauerwellen, Colorationen usw. im Ergebnis nicht optimal ausfallen, oder nicht lange halten. Sollten Sie eine fettende Kopfhaut haben, so werden Sie feststellen, das das Fett sich sehr viel schneller am Haar verteilt, Sie öfter Ihre Haare waschen müssen. Außerdem wird das Haar mit der Zeit immer glanzloser und schwerer.
Es gibt für jede Haar- und Kopfhautsituation ein geeignetes Shampoo. Lassen Sie sich bitte bei guten Friseuren beraten, die haben die nötige Erfahrung. |